Sibille Cooney, gebürtige Troisdorferin, lebt seit 20 Jahren in Los Angeles. Sie studierte dort Fotografie, Film und Fernsehen und setzt sich beruflich mit Filmschnitt und Visual-Effects auseinander.
Durch ihre berufliche Tätigkeit reist sie weltweit. Mit Hilfe der Fotografie kann sie die Vielzahl der Eindrücke bearbeiten und das Leben zieht nicht in Schnellstgeschwindigkeit vorbei. Die Kamera erlaubt ihr, die Aufmerksamkeit auf Details zu lenken, das Wahrgenommene zu reflektieren und Verständnis zu finden. Cooneys Arbeiten sind technisch und kompositorisch exakte Momentaufnahmen, denen die spontane Schnelligkeit der Aufnahmesituation nicht anzumerken ist. IhreAusdrucksstärke gewinnen sie auch, weil die Öffnung von Zeit und Raum Eingang findet und Nachdenklichkeit erlaubt.
Frau Cooneys lang gehegte Liebe zu Indien kommt in der hier gezeigten Sammlung „Indien – Stille Leidenschaft“ deutlich zum Ausdruck. Die Arbeiten zeigen Momentaufnahmen aus dem Alltag Indiens. Im Gegensatz zum bekannten fotojournalistischen Blick laden die Ethik und die Ästhetik in den Bildern zu einer meditativen und konstruktiven Betrachtung ein. Sie strahlen eine Ruhe und angemessene Distanz zum Motiv aus und eröffnen zugleich einen neuen globalen Blick auf Indien.
Die Ausstellung umfasst 25 Arbeiten, die im Innenraum der Stadtkirche Troisdorf präsentiert werden. Die evangelische Stadtkirche in Troisdorf profiliert Kirche als Ort für Gottesdienst und Gebet, Kommunikation und Begegnung, Kunst und Kultur. Im Rahmen dieses Konzeptes verwirklicht die evangelische Stadtkirche ein vielfältiges Programm, das sowohl die Menschen innerhalb der Gemeinde anspricht als auch solche, die Mitglieder anderer Gemeinden oder Konfessionen sind oder ein eher distanziertes Verhältnis zur Kirche haben. Dabei legen die Veranstalter Wert auf qualitativ hochwertige und ansprechende Angebote – sowohl im theologischen wie im kulturellen und gesellschaftlichen Bereich: Menschen wie Manfred Kock, Erhard Eppler, Ernst Ulrich von Weizsäcker, Rupert Neudeck, Günter Bernd Ginzel und Lea Ackermann haben in der Stadtkirche zu aktuellen kirchlichen, gesellschaftlichen oder entwicklungspolitischen Fragen Stellung bezogen bzw. werden dies im Laufe das Jahres nochtun.
Zur Vernissage wird Frau Dr. Claudia Warning aus dem Vorstand des Evangelischen Entwicklungsdienstes (eed) über deren Arbeit in Indien berichten.
Am 4. Mai ist ein Konzert mit traditioneller indischer Musik der Gruppe Anubhab geplant.
Sonderführungen sind nach Anmeldung möglich.
Für Lehrerinnen und Lehrer liegt ab Anfang April eine Informationsbroschüre bereit.
Weitere Informationen und Kontakt: Heike Kirchhoff M.A., Tel: 02248 / 44 64 24 |