Dietrich-Bonhoeffer-Haus

Bonhoefferstraße 4
53840 Troisdorf-Friedrich-Wilhelms-Hütte

Das Dietrich-Bonhoeffer-Haus bildet das geistliche Zentrum des 3. Pfarrbezirks, der die Friedrich-Wilhelms-Hütte und den größten Teil von Troisdorf-West umfasst. Es bietet mit seinem Kirchraum (bis zu 200 Sitzplätze), Gemeindesaal (bis zu 60 Sitzplätze), Kindergottesdienstraum, Sitzungsraum und Jugendkeller Raum für zahlreiche gemeindliche Aktivitäten. Im Kirchraum feiert die Gemeinde an den Sonn- und Feiertagen in der Regel um 10.45 Uhr Gottesdienst, am ersten Sonntag im Monat als FamilienKIRCHE und am dritten Sonntag im Monat mit Abendmahl. Zeitgleich zum Gottesdienst findet für Kinder von 5 bis 12 Jahre Kindergottesdienst statt (außer in den Sommerferien und bei FamilienKIRCHE). Etwa sechsmal im Jahr gibt es zudem, meist am Sonntagnachmittag, einen Kleinkindergottesdienst (MiniKIRCHE) für Kinder bis 5 Jahre und ihre Familien.

Mitarbeitende der Gemeinde mit Schwerpunkt am Dietrich-Bonhoeffer-Haus

Aus dem Pfarrteam wirken im Dietrich-Bonhoeffer-Haus vor allem Pfarrerin Wiebke Zöllich und Pfarrer Ingo Zöllich, deren Dienstsitz sich im benachbarten Pfarrhaus Bonhoefferstraße 6 befindet. Küster und Hausmeister ist Norbert Dzialas; die kirchenmusikalische Gestaltung der Gottesdienste liegt in den Händen von Stephan Weidenbrück.

Gemeindegruppen

Im Dietrich-Bonhoeffer-Haus treffen sich zahlreiche Gemeindegruppen: AG Digitale Bildbearbeitung, Eltern-Kind-Gruppen, Erwachsenenkreis I, Erwachsenenkreis II, Frauentreff, Kochgruppe, Rentnerfrühstück, Seniorentreff und Spieletreff. Darüber hinaus finden regelmäßig Konfirmandentage und einmal im Jahr Kinder-Bibel-Tage statt. Zudem bietet das Dietrich-Bonhoeffer-Haus immer wieder Raum für Veranstaltungen der Kinder- und Jugendarbeit und der Kirchenmusik.

Geschichte

Die Geschichte der Evangelischen auf der Friedrich-Wilhelms-Hütte reicht bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Der Aufschwung des 1925 gegründeten Eisenwerks unter Generaldirektor Erich Langen (ab 1844), einem evangelischen Christen, führte die ersten evangelischen Facharbeiter in das bis dahin weitgehend von Katholiken bewohnte Gebiet. Langen richtete auf dem Werksgelände eine evangelische Schule und einen Betsaal ein, in dem alle zwei Wochen evangelischer Gottesdienst gefeiert wurde. Später verlagerte sich das Zentrum evangelischen Lebens nach Troisdorf, wo zunächst die Evangelische Schule und 1903 die Johanneskirche errichtet wurden. Nach dem zweiten Weltkrieg gelangten viele evangelische Flüchtlinge auf die Friedrich-Wilhelms-Hütte, und der Aufschwung der Eisenhütte zog evangelische Arbeiterfamilien an. Für die gewachsene evangelische Gemeinde wurde nun ein Gottesdienst in der Roncalli-Schule angeboten. Als der Ort dann in den 70er Jahren durch den Bau der „neuen Hütte“ erheblich vergrößert werden sollte, entschloss man sich, auch ein evangelisches Gemeindezentrum zu errichten. Am 19. September 1976 konnte das Dietrich-Bonhoeffer-Haus eingeweiht werden. Geplant worden war es, ebenso wie das 1980 errichtete Pfarrhaus, vom Krefelder Architekten Erich Himmerlein. Der Kirchraum erhielt 1980/81 das von Professor Kurt Wolf von Borries gestaltete Ensemble aus Tuffsteinaltar und Bronzekreuz; 1987 kam der vom Bildhauer Klaus Henning hergestellte Dreifaltigkeits-Kerzenständer hinzu. Der markante Glockenstuhl vor dem Haus wurde 1984 nach dem Vorbild des – inzwischen abgerissenen – Hermann-von-Wied-Hauses in Rengsdorf errichtet. 1992/93 wurden der Gemeindesaal und der darunter liegende Jugendkeller angebaut. Die ursprüngliche elektronische Orgel wurde 1999 durch die Klais-Orgel (12 Register, Manual, Pedal) ersetzt, die heute den Kirchraum nicht nur akustisch, sondern auch optisch prägt.